DMX-Ausgabe

Die DMX-Ausgabe ist nur in Resolume Arena verfügbar!

Resolume Arena kann die Farbe oder Helligkeit Ihrer Pixel via DMX zu LED-Leisten oder anderen Lichtquellen ausgeben.

Man kann also Videos auf niedrigauflösenden LED-Leisten oder anderen Lichtquellen abspielen, die DMX-Eingangssignale unterstützen. Integrieren Sie dieses Feature in Ihr Bühnendesign und arbeiten Sie mit Lichtquellen und Videos.

DMX Lumiverses verwenden

Um irgendetwas mit DMX-Lichtquellen anzufangen, müssen Sie zunächst ein DMX Lumiverse einrichten.

Ein DMX Lumiverse ist eigentlich ein DMX Universe, das aber nur virtuell in Resolume existiert. Wie ein normales DMX Universe besteht es aus 512 Kanälen. Mit einem Lumiverse kann man seine Lichtquellen anordnen und steuern.

Auf diese Weise können Sie Ihre Pixel-Map zu Hause vorbereiten und dann vor der Show schnell ein ganzes Lumiverse dem eigentlichen Art-Net Node zuweisen. Sie können auch schnell zwischen verschiedenen Nodes wechseln, ohne Ihre Pixel-Map von Grund auf neu anlegen zu müssen.

Tipp! Lumiverses sind kein gängiger DMX-Begriff. Sie werden nur innerhalb von Resolume zum Verwalten Ihrer Ausgabe benutzt.

Ein neues Lumiverse erstellen Sie einfach über das + Menü.

Ein Lumiverse hat die gleichen Deckkraft-, Helligkeit-, Kontrast- und Farb-Optionen wie ein normaler Bildschirm. Sie verhalten sich gleich.

Zusätzlich gibt es noch eine Framerate- und Delay-Einstellung.

Framerate

Die Framerate bestimmt, wie oft (pro Sekunde) die Lumiverse-Daten gesendet werden. 

Bei höheren Werten sprechen Lichtquellen besser an, aber es wird auch mehr Rechenleistung benötigt (es werden mehr Daten pro Sekunde durchs Kabel geleitet).

Delay

Das Delay bestimmt die Zeitspanne zwischen dem Rendern des Frames und der Ausgabe zu DMX (in Millisekunden). Dies dient zum Synchronisieren von Scheinwerfern/Projektoren.

Der Standardwert von 40 ms erzielt bei der Anpassung von Scheinwerfern und Projektoren gute Ergebnisse.

Wenn man mit Resolume nur Pixelleisten oder Scheinwerfer steuert, kann man diesen Wert für eine sofortige Ausgabe ohne Verzögerung auf 0 setzen.

DMX-Lichtquellen verwenden

Beim ersten Einrichten eines DMX Lumiverse wird auch eine DMX-Standardlichtquelle für Sie erstellt. Diese Standardlichtquelle enthält 1 Pixel an RGB-Daten. 

Sofern Sie nicht die Sonne via DMX steuern, werden Sie wahrscheinlich eine andere Art von Lichtquelle als nur ein RGB-Pixel brauchen. Sie können eine andere Vorlage für die Lichtquelle bestimmen, indem Sie diese wählen und das rechts gelegene Dropdown-Menü öffnen.

Tipp! Keine Panik, wenn Ihre Lichtquelle nicht in der Liste enthalten ist. Man kann schnell und einfach eigene Lichtquellen-Vorlagen erstellen. Wie man einen neuen Eintrag in der Lichtquellen-Library erzeugt, wird unter Lichtquellen-Editor beschrieben.

Nehmen wir an, Sie verwenden ein Set mit drei LED-Röhren. Jede Röhre hat 16 RGB Leuchten, die als Dreieck in der Bühnenmitte angeordnet sind.

Lichtquelle wählen

Zunächst müssen Sie die Standard-Lichtquelle in den entsprechenden Eintrag in der Liste ändern. 

Wie Sie sehen, hat sich der Lichtquellen-Name geändert. Zudem ist der Eingangsauswahl-Bereich der Lichtquelle 16-mal breiter geworden. Denn Sie können jetzt Farben für 16 Pixel anstatt nur 1 Pixel zuweisen.

Lichtquelle positionieren

Sie können die Eingabe dieser Lichtquelle verschieben, skalieren und rotieren, um sie der physischen Position der Lichtquelle im Bühnendesign anzupassen. Wählen wir 800×50 Pixel. Weisen Sie die Eingabe der unteren Mitte der Komposition zu, indem Sie sie in der unteren Mitte des Eingangsauswahl-Fensters platzieren. Resolume sampelt das mittlere Pixel jedes Quadrats als Eingabe für den RGB-Kanal. In der Vorschau am unteren Rand des Slice Info sehen Sie genau, welche Farben gesendet werden.

Tipp! Wenn man die Eingabe-Größe in Pixeln ändert, ändert dies natürlich nicht die Größe der LED-Röhre. Und auch die Position in der Komposition ändert nichts an der physischen Position. Aber es ist sinnvoll, dass Sie die Eingabegröße und Position Ihrer anderen Bühnenelemente abstimmen, zum Beispiel Projektionsoberflächen oder LED-Wandkacheln. Dadurch wird ein übereinstimmendes Bild auf allen Bildschirmen und Lichtquellen erzeugt, wenn Sie Videos darüber abspielen.

Mehr Lichtquellen!

Erstellen Sie noch eine DMX-Lichtquelle über das große + Dropdown-Menü. Wie Sie sehen, ist diese neue Lichtquelle auch eine 16 Pixel LED-Leiste. Resolume verwendet die zuvor benutzte Lichtquelle als Voreinstellung für neu erstellte DMX-Lichtquellen.

Geben Sie dieser Lichtquelle die gleiche Breite und Höhe wie bei der vorausgegangenen, aber drehen Sie sie um -60 Grad. Platzieren Sie sie so, dass sie den linken Schenkel eines rechtwinkeligen Dreiecks bildet.

Erstellen Sie die dritte Lichtquelle, indem Sie die zweite duplizieren. Hierzu rechtsklicken Sie auf die Lichtquelle, entweder in der links gelegenen Liste oder direkt auf der Eingangsauswahl-Leinwand. Drehen Sie sie auf 60 Grad und komplettieren Sie damit das Dreieck.

Tipp! Zoomen Sie mit dem Scrollrad oder STRG + und - (CMD + und - beim Mac) ein, um das Lichtquellen-Slice präzise zu positionieren. Mit dem Pan Tool oder gedrückter Leertaste kann man die Leinwand verschieben.

DMX zu den LED-Leuchten schicken

Nachdem Sie alle Eingaben eingerichtet haben, sollten Sie jetzt endlich ein paar Ausgangssignale zu Ihren LED-Röhren leiten.

Rechtsklicken Sie auf Ihr DMX Lumiverse. Wie bei den Bildschirmen zeigt Resolume eine Liste der auf Ihrem Netzwerk erkannten Art-Net Nodes an.

Wählen Sie einfach den Namen des zu verwendenden Node und Resolume füllt die komplizierten Teile wie IP-Adressen und Universes für Sie aus.

Tipp! Wenn Ihr Gerät nicht in der Liste angezeigt wird, stellen Sie sicher, dass die IP des Geräts und des Computers mit Resolume im gleichen IP-Bereich liegen und die gleiche Subnet-Maske nutzen.

Das richtige Netzwerk-Interface wählen

Möglicherweise hat Ihr Computer ein kabelgebundenes und ein drahtloses Netzwerk-Interface. Wenn sich Ihre Art-Net Nodes auf dem kabelgebundenen Netzwerk befinden, aber Resolume auf dem WiFi sucht, wird es nichts finden können.


Auf dem DMX-Tab der Voreinstellungen können Sie sicherstellen, dass Resolume auf dem richtigen Netzwerk sucht.

Manuelle IP verwenden

Möglicherweise verwenden Sie ein „hausgemachtes“ Art-Net Gerät, etwa ein Arduino.

In diesem Fall wird es vielleicht nicht in der Node-Liste angezeigt, aber man kann dennoch Art-Net an es senden. Wählen Sie auf der rechten Seite die Option IP Addresse aus dem Target IP Dropdown-Menü. Hier können Sie die IP manuell eingeben.

Merke: In diesem Fall müssen Sie auch Universe und Subnet manuell einstellen. Bei den meisten Geräten ist Universe 0 auf Subnet 0 die Standardeinstellung für den ersten Port.

Wenn man Art-Net zu einem individuell benannten Node sendet, merkt sich Resolume den Node-Namen und sendet auch dann weiterhin an ihn, wenn sich seine IP-Adresse ändert. Wenn man an eine bestimmte IP-Adresse sendet, sendet Resolume auch dann weiterhin an sie, wenn das Gerät wechselt oder gar nichts mehr vorhanden ist.

Nachricht an alle

Anstatt an einen bestimmten Node zu senden, kann man DMX auch an alle Geräte auf dem Netzwerk übertragen (broadcast).

Man könnte das Senden an einen einzelnen Node mit der namentlichen Anfrage bei einer Person vergleichen („Hey Rudi, kannst du bitte den Müll rausbringen?“). Entsprechend könnte man eine Nachricht an alle mit einem sehr lauten Rundruf in der Hoffnung, dass jemand zuhört, vergleichen („JEMAND MUSS JETZT UNBEDINGT DEN MÜLL RAUSBRINGEN!“).

Bei dieser Nachricht an alle muss man keine IP einstellen, aber Subnet und Universe müssen entsprechend definiert werden.

Wenn man mit 30 Universes oder mehr arbeitet, sollte man keine Nachricht an alle mehr senden, sondern stattdessen Gigabit Switches und Unicast verwenden.

Ein Wort zu DMX USB-Geräten

Resolume Arena 6 und höher unterstützt keine Enttec DMX USB-Geräte. Wenn Sie ein Enttec DMX USB-Gerät nutzen möchten, müssen Sie bei Arena 5 bleiben.

Leider verwendet jeder USB DMX-Hersteller sein eigenes proprietäres Protokoll. Dies macht die Wartung zu einem Albtraum, falls sie überhaupt korrekt funktionieren. Daher haben wir uns entschlossen, nur Art-Net basierte Geräte zu unterstützen. Art-Net ist ein Branchenstandard. Wenn Ihr Gerät also Art-Net unterstützt, wird es in Resolume funktionieren. Jetzt und für alle Zeiten. 

Zudem sind USB-Boxen auf 1 oder 2 Universes beschränkt. Das reicht bei Weitem nicht aus, wenn man ernsthaft mit LED-Leisten arbeiten möchte. 

Showjockey und mehrere andere Firmen bieten Boxen an, mit denen man bis zu 8 oder sogar 16 Universes an DMX über eine einzelne Art-Net Verbindung senden kann. Wenn Sie ein wenig DIY-Talent besitzen, können Sie auch eine der vielen kostengünstigen Alternativen nutzen.

Lumiverse verkabeln

Wechseln Sie zurück zum Bildschirm-Setup, wählen Sie Ihr Lumiverse und schalten Sie zum DMX Output Tab. Der DMX Output gibt Ihnen eine Übersicht darüber, wie Ihre Lichtquellen in Ihrem Lumiverse angeordnet sind. Wie Sie sehen, belegt die erste Lichtquelle 48 Kanäle. Dies macht Sinn, da sie aus 16 Pixeln besteht, jede mit einem R-, G- und B-Wert (16 * 3 = 48!).

Die zweite Lichtquelle beginnt bei Kanal 49, direkt nachdem die erste endet. Die dritte Lichtquelle beginnt bei 97. Die Startkanäle (Start Channels) sollten so wie die DIP-Schalter an Ihren LED-Röhren eingestellt sein. Auf diese Weise weiß Resolume, welches Pixel-Set zu welcher Röhre gesendet werden muss.

Tipp! Wer nicht regelmäßig mit Binärzahlen rechnet, kann sich im unteren Teil des Fixture Info Tabs ansehen, wie die DIP-Schalter eingerichtet sein sollten

Wenn Ihre LED-Röhren anders eingerichtet sind, können Sie die Lichtquellen einfach im DMX Output-Fenster herumziehen. Der Startkanal und die DIP-Schalter werden entsprechend aktualisiert. Sie können auch die DIP-Schalter direkt einstellen oder den Startkanal eintippen. Die Lichtquellen werden dann in Ihrem Lumiverse entsprechend angeordnet. Die Kanäle dürfen sich nur nicht überlappen, sonst sind die Auswirkungen unabsehbar. In diesem Fall warnt Sie Resolume und markiert die überlappenden Kanäle rot.

Nachdem Sie die korrekten Start-Adressen eingerichtet haben, sollten Ihre LED-Röhren die Wiedergabesignale korrekt abspielen. Wenn eine oder mehrere Röhren auf dem Kopf stehen oder vertauscht sind, können Sie mit den Pacman Icons die Ausgabe spiegeln. Auch Helligkeit und Kontrast lassen sich nötigenfalls einstellen.

Ausgabe ausrichten

Um zu prüfen, ob Ihre Ausgänge korrekt angeordnet sind, können Sie das Testbild aus dem Ausgangs-Menü verwenden. 

Da sich auf dem Testbild eine diagonale Linie über den Bildschirm bewegt, werden Sie schnell feststellen, ob Ihre LED-Röhren in der physischen Welt anders platziert sind als Sie sie im Eingangsauswahl-Tab platziert haben. 

Wenn etwas nicht stimmt, stellen Sie im DMX Output-Tab zuerst sicher, dass die Startkanäle übereinstimmen. Vielleicht muss man die Ausgabe auch zunächst mit Pacman horizontal und/oder vertikal spiegeln, bevor sie zur Lichtquelle geleitet wird.

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