Slice Routing

Diese Routing-Option ist ein mächtiges Werkzeug, mit dem man mühelos sehr komlexe Setups erstellen kann. Es hat allerdings auch einige Nachteile und sollte daher mit Vorsicht eingesetzt werden.

Ebenen zu Slices leiten

Jede einzelne Ebene einer Resolume-Komposition ist auch als Eingangssignal für Slices verfügbar.

Standardmäßig übernehmen Slices die gesamte Resolume-Komposition als Eingangssignal. Welche Eingangsquelle für ein Slice verwendet wird, kann man im Eingangsquelle-Dropdown-Menü auf der rechten Seite der Eingangsauswahl-Bühne festlegen.

Nachdem Sie eine Ebene als direkten Eingang gewählt haben, können Sie diese Ebene direkt und völlig unabhängig von der Komposition verformen und transformieren.

Beispiel: Wenn Sie auf 6 HD Displays unterschiedlichen Content anzeigen möchten, können Sie mit dem Ebenen-auf-Slice Routing die Größe Ihrer Komposition klein halten. Sie können eine Kompositionsgröße von 1920×1080 beibehalten und jede Ebene in einem eigenen Slice abspielen. So müssen Sie kein riesiges Video rendern, das 6 Videos in einem enthält. Dies ist sehr effizient und belastet Computer und Grafikkarte nicht übermäßig.

Deckkraft und Bypass/Solo ignorieren

Sie können wählen, ob Sie die Deckkraft und Solo/Bypass-Schalter der Ebene umgehen möchten.

Dies ist nützlich, wenn Sie die Ebene nur in diesem Slice sehen möchten. Deaktivieren Sie einfach den Input Bypass/Solo-Schalter und umgehen Sie dann die Ebene in der Komposition. Die Ebene wird nicht mehr in der Komposition gerendert, bleibt aber in Ihrem Slice sichtbar.

Gruppen zu Slices leiten

Mit Arena kann man auch Gruppen erstellen.

Gruppen können wie Ebenen zu einem Slice geleitet werden. Man hat die gleichen Optionen zum Ignorieren von Deckkraft und Bypass/Solo.

Vorschau zu Slices leiten

Damit kann man den Vorschau-Ausgang auf einem separaten externen Display anzeigen.

Bildschirme zu Slices leiten

Jetzt wird’s etwas tricky.

Man kann auch den Ausgang eines virtuellen Bildschirm zu einem Slice auf einem anderen Bildschirm leiten.

Auf diese Weise kann man dem Verformungsprozess mehr Phasen hinzufügen. Beispiel: Man kann mit dem normalen Überlagerungsverfahren eine weiche Kante zwischen zwei physischen Ausgängen erzeugen. Dann kann man den Eingang jedes dieser überlagerten Slices von einem virtuellen Bildschirm beziehen. Auf diesem virtuellen Bildschirm kann man den Content dann verformen und auf physische Objekte mappen, ohne sich um die Überlagerung insgesamt kümmern zu müssen.

Es gibt noch weitere nützliche Szenarien, die aufgrund ihrer Komplexität allerdings nicht in einem Abschnitt beschrieben werden können.

Wann man Slice Routing nicht verwenden sollte

"Hat man einen Hammer, hält man alles für einen Nagel."

Wenn Sie eine Ebene zu einem Slice routen, entscheiden Sie aktiv, die Komposition komplett zu umgehen. Hierbei werden alle Ebenen- und Clip-Effekte weiterhin angewandt, die Überlagerungen und Kompositionseffekte hingegen nicht! Das Slice rendert einfach den Content mit Alpha über den anderen Slices.

Mit dem Ebenen-auf-Slice Routing kann man sehr schnell Setups erstellen, aber auch schnell in eine Sackgasse geraten. Am besten setzt man das Routing ein, um Ebenen von Content dann auf separaten Bildschirmen anzuzeigen, wenn man sie definitiv nie mischen möchte.

Nutzen Sie das Routing nicht als schnelle Möglichkeit zum Positionieren von Content.

Das kann man nicht oft genug wiederholen!!!

Verwenden Sie zum schnellen Positionieren von Content stattdessen den Slice Transform Effekt. Wie man eine Eingangs-Map für ein komplexes Bühnendesign erstellt, haben wir in einem ganzen Kapitel dieses Handbuchs beschrieben.

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