Standbilder

Resolume kann auch Standbilder abspielen. 

Es kann folgende Dateien laden und anzeigen:

  • .png Dateien
  • .jpg und .jpeg Dateien
  • .tiff und .tif Dateien

Optionen

Nach dem Laden des Standbilds werden einige Wiedergabe-Optionen angeboten.

Transport

Standbilder lassen sich wie normale Videos im Zeitleisten- und BPM Sync-Modus abspielen.

Dadurch ändert sich die verwendete Zeitsteuerung. Im BPM Sync-Modus wird der globale BPM-Wert und im Zeitleisten-Modus wird Resolumes eigene interne Clock verwendet.

Außerdem ändert sich die zum Einstellen der Standbild-Dauer verwendete Einheit.

Dauer

Im Zeitleisten-Modus wird die Dauer in Sekunden eingestellt

Man kann die Zeit mit den + und - Buttons kalibrieren oder einen Wert direkt eintippen. 

Tipp! Dies funktioniert auch gleichzeitig für mehrere Clips!

Im BPM Sync-Modus wird die Dauer in Beats eingestellt.

Man kann die Dauer mit den + und - Buttons schrittweise um 1 Beat kalibrieren, mit den /2 und *2 Buttons dividieren/multiplizieren oder die exakte Beat-Anzahl direkt eingeben.

Moment... Was?

"Moment mal, wieso reden wir hier über Sekunden, Beats, Zeitleiste usw.? Dies sind Standbilder, die keine Dauer haben! Sie können sich nicht schneller oder langsamer bewegen, weil sie sich überhaupt nicht bewegen."

Da haben Sie recht. Auf sich allein gestellt sind Standbilder praktisch unendlich und das Ändern der Dauer ist sichtlich wirkungslos.

Das ändert sich jedoch, wenn man sie mit dem Autopilot verwendet. In diesen Fällen steuert die Dauer-Option, wie lange es dauert, bevor die nächste Autopilot-Aktion getriggert wird.

Genau genommen, wirkt sich das auch auf Parameter aus, die auf die Clip-Position animiert werden. 

Bei Arena kann man Standbilder sogar zu SMPTE synchronisieren.

Es ist fast so, als hätten Standbilder eine eigene Zeitleiste.

Standbilder triggern und Speicherauslastung

Überraschenderweise ist das Abspielen eines Standbilds sehr ressourcenintensiv. Obwohl es aus nur einem Frame besteht, muss dieser zunächst komplett ins RAM geladen werden, bevor er angezeigt werden kann. Dies ist auch der Grund, warum Photoshop so langsam wird, wenn man an PSDs mit vielen hochauflösenden Standbildern arbeitet.

Da Resolume die Anzahl ladbarer Dateien nicht beschränkt, ist es gefährlich, viele hochauflösende Standbilder zu laden. Wer mal einfach so ein paar megapixel-große TIFF-Dateien aus seiner Kamera herüberzieht, wird das verfügbare RAM schnell aufgebraucht haben.

Daher arbeiten wir mit "zeitversetztem Laden". 

Dies bedeutet, dass man beliebig viele Standbilder in ein Deck laden kann und diese erst in dem Moment RAM verbrauchen, in dem sie tatsächlich getriggert werden. Aber dieser Vorteil hat seinen Preis. Das Triggern einer Standbild-Datei kann etwas holprig verlaufen. Bei ein paar 1080p Bildern fällt das nicht weiter auf, aber bei Bildern mit 4K Auflösung oder darüber ist es ziemlich deutlich.

Wenn Ihr VJ-Stil also von blitzschnellem Triggern abhängt, sollten Sie Standbilder komplett vermeiden. Konvertieren Sie sie lieber in kurze DXV-kodierte Filmdateien.

Wenn Sie Standbilder beispielsweise als DJ-Name oder Hintergrundbild in einer größeren Komposition verwenden, bei der Trigger nicht so wichtig sind, dann sind Standbilder völlig OK. Sie lassen sich genauso schnell oder langsam abspielen wie normale Videos/Filme.

Mehr als Content

Ein großer Vorteil von Standbildern ist außerdem, dass man sie als Masken oder Führung im Erweiterten Ausgang verwenden kann.

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