Komposition

Die Komposition ist Ihre komplette Performance: Wie Sie Ihren Content und Ihre Ebenen angeordnet haben, welche Effekte Sie angewendet haben und wie Sie alles für die Automation eingerichtet haben. Betrachten Sie die Komposition als Ihre Bühne, auf der Sie alles optimal platziert und visuell ausgestaltet haben.

Ihre Komposition fasst alle Ebenen zusammen, wendet abschließend Effekte an und sendet alles zum Bildschirm. Als fortgeschrittener Nutzer können Sie Ihre Komposition mit der „Erweiterten Ausgabe“ noch genauer anpassen und formen. Oder Sie können das Endergebnis via Spout oder Syphon zu anderen Anwendungen leiten, um es weiter zu bearbeiten.

Einstellungen

Mit der Menü-Option Komposition > Einstellungen können Sie einige wichtige Details Ihres Meisterwerks ändern.

Name

An ihrem Namen kann man die Komposition erkennen. Er dient auch als Dateiname, unter dem Resolume die Datei auf Festplatte speichert.

Beschreibung

Hier können Sie Notizen über die Komposition festhalten und als Metadaten speichern.

Größe

Die Auflösung, mit der Ihr Meisterwerk gerendert wird. Über das Dropdown-Menü können Sie aus einer Liste von Standardauflösungen oder von Auflösungen der aktuell angeschlossenen Monitore wählen oder direkt eine eigene Auflösung eingeben.


FrameRate

Hier kann man Resolumes FPS auf ein festes Maximum beschränken. 

Bei auto synchronisiert sich Resolume zur Bildwiederholrate Ihres Monitors. Wenn Ihr Monitor also auf 60 Hz eingestellt ist, wird Resolume mit 60 FPS rendern. Ein schnelleres Rendering wäre unsinnig, da der Monitor die überzähligen Frames nicht anzeigen kann und einfach weglässt.

Diese Einstellung werden Sie wahrscheinlich meistens verwenden.

Bei sehr hohen Auflösungen oder beim Einsatz vieler Effekte kann Ihr Computer eventuell nicht Schritt halten. In solchen Fällen versucht Resolume trotz gelegentlicher Schwächen, bei 60 FPS zu bleiben. Bei starker Belastung kann der FPS-Wert zwischen 40 und 60 schwanken.

Dann kann es ratsam sein, die Framerate auf 30 FPS zu beschränken. Auf diese Weise erhält jeder Frame die gleiche Zeit zum Rendern und die Wiedergabe läuft deutlich glatter ab. Auch Effekte wie Strobes werden gleichmäßig ein- und ausgeschaltet, anstatt im wilden Wechsel zwischen 43 und 57 FPS hin und her zu springen.

Tipp! Für eine superglatte Wiedergabe sollte man die Framerate der Komposition an die Framerate des Inhalts anpassen. 25 FPS werden seidenglatt wiedergegeben, wenn auch der Computer auf 25 eingestellt ist.

Hinweis: Wenn Ihr Computer nicht Schritt halten kann und mit 23 FPS rendert, bekommt er keine magischen Kräfte, indem man den Wert auf 60 hochsetzt. Er muss mit der gleichen Hardware die gleiche Arbeit leisten und weiter kämpfen wie zuvor.

Bit-Tiefe

Hier kann man zwischen dem Rendering mit 8 Bit pro Kanal und 16 Bit pro Kanal umschalten. Dies verbessert die Farbtreue bei komplexen Montagen oder aufwändigen Effektketten.

Tipp! Höhere Leistung verpflichtet! Dies ist kein magischer Schalter, der alles automatisch besser aussehen lässt. Beim Rendern mit 16 BPC muss Ihr Computer sehr viel härter arbeiten. Und wenn nicht der gesamte Produktions-Workflow mit 16 BPC arbeitet, wird man wahrscheinlich gar keinen Unterschied bemerken.

Eigenschaften

In der oberen linken Ecke des Interface findet man einige mächtige Bedienelemente.

Mit dem Composition Button kann man eine Vorschau der Komposition anzeigen, auch wenn diese abgeblendet ist.

Mit einem Klick auf den X Button kann man den gesamten laufenden Content entfernen.

Der Button umgeht die gesamte Ausgabe und der Slider bietet die gleiche Steuerung via Fader. 

Tipp! Da der M Slider die Sichtbarkeit der gesamten Resolume-Ausgabe steuert, ist er bei kleineren Einstellungen als 100 % rot markiert.

Der Slider regelt gleichzeitig die Geschwindigkeit aller laufenden Clips. Hinweis: Die globale Geschwindigkeitsregelung ist bei BPM-synchronisierten Clips wirkungslos, da diese von der Master BPM Clock gesteuert werden.

Mit den beiden Pfeil-Icons kann man die vorherige und nächste Spalte triggern. Yeah!

Common

Hier kann man die Master-Deckkraft der Komposition und die Geschwindigkeit aller laufenden Clips gleichzeitig steuern.

Diese Regler sind mit den obigen Reglern gekoppelt. Im Kompositions-Panel hat man mehr Kontrolle, da man die Werte numerisch einstellen und sehen kann.

Audio

Zum Steuern von Master-Lautstärke und Pan.

Video

Zum Ausblenden des Videos, unabhängig vom Audio.

Crossfader

Mit dem Crossfader kann man Ebenen und Gruppen einem „Bus“ zuweisen und dann zwischen den Bussen überblenden. So kann man Ebenen, die visuell gut zusammenpassen, auf beiden Seiten des Crossfaders anordnen und schnell mit einem einzigen Slider mischen.

Um Ebenen einem Bus zuzuweisen, schaltet man zwischen den A und B Buttons rechts des Ebenennamens um.

Resolume kombiniert dann zunächst diese Ebenen. Wenn der Crossfader ganz links steht, werden nur die Ebenen auf dem A Bus angezeigt. Wenn der Crossfader ganz rechts steht, werden nur die Ebenen auf dem B Bus angezeigt. Wenn der Crossfader irgendwo in der Mitte steht, werden die beiden Busse überlagert.

Im Kompositions-Panel kann man für den Crossfader einige Optionen einstellen.

Überlagerungs-Modus

Bestimmt, welche Überlagerung Resolume beim Mischen der Busse verwendet. Wählen Sie eine Überlagerung aus der Liste.

Verhalten

Bestimmt, was geschieht, wenn Sie die A und B Buttons links und rechts des Crossfaders anklicken.


  • Jump setzt den Crossfader sofort auf diese Seite.
  • Jump & Return bewirkt das Gleiche wie Jump. Bei nochmaligem Klicken wird der Crossfader auf die vorherige Seite zurückgesetzt.
  • Cut ist wie ein auf „Piano“ eingestelltes Jump & Return. Der Crossfader wird beim Loslassen des Buttons auf die vorherige Seite zurückgesetzt.
  • Fade (Legacy) überblendet innerhalb von 4 Beats langsam auf den angeklickten Bus.

Kurve

Wählt eine andere Mixer-Kurve und ändert die Ansprache des Crossfaders.



Merke!

Damit der Crossfader richtig funktioniert, müssen alle einem Bus zugewiesenen Ebenen direkt hintereinander im Stapel liegen.

Der Crossfader führt eine Mischung durch und rendert zuerst alle Ebenen, die Bussen zugewiesen sind. Dieses Ergebnis wird dann auf die erste Ebene im Crossfader heruntergezogen und im Kompositions-Stapel als einzelne Ebene gerendert.

Wenn man also Ebenen, die dem Crossfader zugewiesen sind, mit nicht zugewiesenen Ebenen kombiniert, erhält man eventuell überraschende Ergebnisse. Dies ist besonders dann der Fall, wenn nicht zugewiesene Ebenen zwischen zugewiesenen Ebenen liegen. 

Richtungsregler

Mit den globalen Richtungsreglern kann man die Wiedergabe-Richtung aller aktuell laufenden Clips schnell ändern. Man kann die Wiedergaberichtung zwischen vorwärts und rückwärts umschalten oder alles auf Zufallssteuerung einstellen.

Tipp! Mit einem Rechtsklick auf den Button kann man die Richtungsregler „fixieren“. Dadurch wird jeder getriggerte Clip automatisch auf diesen Wiedergabe-Modus eingestellt. Wenn Sie also den R-Button rechtsklicken, wird er fixiert und jeder getriggerte Clip wird auf Zufallswiedergabe gesetzt, gleichgültig wie er vorher eingestellt war.

Um die globalen Richtungsregler oben links im Interface anzuzeigen, gehen Sie zu Ansicht > Ebenen Transportelemente anzeigen.

Trigger-Optionen

Diese sind praktisch identisch mit den Trigger-Optionen für den Clip. Nur kann man sie hier für alle Clips dieser Komposition gleichzeitig einstellen und spart eine Menge Zeit im Vergleich zu Einzeleinstellungen. 

Diese Einstellung kann dann selbstverständlich von einzelnen Clips wieder außer Kraft gesetzt werden.

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